Kurz gefasst: Für ein Einfamilienhaus, bei dem alle Fenster und Türen gesichert sind und der Alarm an eine ständig besetzte Stelle geht, liegt die Anschaffung zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Eine Funkalarmanlage für eine Wohnung kostet meist 800 bis 1.500 Euro. Dazu kommen 25 bis 75 Euro im Monat für Überwachung und Wartung, und wer mieten statt kaufen möchte, startet bei rund 99 Euro im Monat. Stand: September 2026.
Die Frage nach den Kosten einer Alarmanlage fürs Haus hat keine einzelne richtige Antwort, und das liegt nicht an den Anbietern. Es liegt daran, dass eine Alarmanlage keine Ware ist, die man in einer Größe kauft. Sie wird auf ein Gebäude geplant. Zwei Häuser in derselben Straße können sich im Preis um das Doppelte unterscheiden, weil das eine acht zu sichernde Öffnungen hat und das andere sechzehn.
Deshalb beginnt dieser Beitrag nicht mit einer Zahl, sondern mit den Größen, aus denen die Zahl entsteht. Wenn Sie die kennen, können Sie ein Angebot lesen, bevor Sie es unterschreiben. Und Sie erkennen, ob zwei Angebote überhaupt dasselbe beschreiben.
Vier Größen bewegen den Betrag am stärksten.
Die Zahl der Öffnungen, die überwacht werden sollen. Jedes Fenster und jede Tür, die einen eigenen Sensor bekommt, ist eine Position im Angebot. Fachleute sprechen von Außenhautüberwachung, wenn alle Zugänge einzeln gesichert sind, also die gesamte Hülle des Gebäudes. Das ist die gründlichste und zugleich die teuerste Variante. Die Alternative ist eine Sicherung der Innenräume mit Bewegungssensoren: weniger Bauteile, dafür schlägt die Anlage erst an, wenn jemand bereits im Haus ist.
Funk oder Kabel. Funkanlagen brauchen keine Leitungen in der Wand und sind im Bestandsbau deshalb fast immer die pragmatischere Wahl. Kabelanlagen sind unempfindlicher und wartungsärmer, verursachen im fertigen Haus aber Aufwand, der die Rechnung merklich bewegt. Wie sich beide Bauarten unterscheiden und welche zu welchem Gebäude passt, steht ausführlich auf der Seite dazu, wie eine Anlage fürs Haus aufgebaut ist.
Wer den Alarm entgegennimmt. Eine Anlage, die nur eine Nachricht aufs Handy schickt, ist günstiger als eine, deren Meldung bei einer rund um die Uhr besetzten Zentrale landet, einer Notrufleitstelle. Die zweite Variante kostet monatlich, leistet dafür etwas, das eine Handynachricht nicht leistet: Es reagiert jemand, auch wenn Sie schlafen oder im Urlaub sind. Was das im Einzelnen bedeutet und was eine ständige Überwachung monatlich kostet, ist ein eigenes Thema.
Wer einbaut. Zwischen einer selbst montierten Anlage aus dem Versandhandel und einer von einem Fachbetrieb geplanten, eingebauten und abgenommenen Anlage liegt nicht nur Arbeitszeit. Es liegt die Dokumentation dazwischen, und die ist der Teil, den Versicherer sehen wollen.
Dazu kommen kleinere Posten, die im Angebot gern untergehen: die Anfahrt, die Inbetriebnahme, die Einweisung der Personen im Haushalt, gelegentlich eine Wandhalterung oder ein zusätzliches Bedienteil an der Hintertür.
Die folgenden Werte sind Richtwerte aus dem deutschen Markt. Sie beschreiben, was bei einer geplanten und eingebauten Anlage üblich ist, nicht was einzelne Bauteile kosten.
Für Gebäude, die zwischen diesen beiden Fällen liegen, etwa ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte, gibt es keine eigene belastbare Spanne, und es wäre unseriös, hier eine zu nennen. Die Logik ist aber immer dieselbe: Zählen Sie die Fenster und Türen, die von außen erreichbar sind, also alles im Erdgeschoss, alles am Balkon oder an der Terrasse und alles, was über ein Vordach, eine Mülltonne oder einen Anbau erreichbar ist. Diese Zahl bestimmt den Preis stärker als die Quadratmeter. Ein großes Haus mit wenigen erreichbaren Öffnungen kann günstiger ausfallen als ein kleines mit umlaufender Terrasse.
In einer Wohnung verschiebt sich die Rechnung noch einmal anders, weil Etage und Mietverhältnis mitreden. Wenn es darum geht, lesen Sie besser dort weiter: In einer Wohnung liegen die Beträge anders.
Beide Wege führen zur selben Anlage an derselben Wand. Sie unterscheiden sich darin, wann Sie zahlen und wem die Technik gehört.
Beim Kauf tragen Sie die Anschaffung einmal, danach bleibt nur die laufende Betreuung. Die Anlage gehört Ihnen. Das ist die günstigere Variante, wenn Sie lange im Haus bleiben und die Summe am Anfang stemmen können. Es ist auch die unabhängigere Variante: Sie können den Betreuungsvertrag wechseln, ohne dass Ihnen jemand die Sensoren von der Wand nimmt.
Bei der Miete starten Sie ab rund 99 Euro im Monat, Stand: September 2026, und zahlen am Anfang wenig oder nichts. Enthalten sind je nach Anbieter Technik, Einbau, Wartung und Überwachung in einem Betrag. Der Haken ist der Blick nach hinten: Nach mehreren Jahren haben Sie möglicherweise mehr gezahlt als beim Kauf, und die Technik gehört Ihnen trotzdem nicht. Das ist kein Argument gegen die Miete, sondern eines dafür, die Frage vorher zu rechnen.
Drei Punkte, die Sie bei einem Mietangebot klären sollten, bevor Sie es mit einem Kaufangebot vergleichen: Wie lange binden Sie sich? Was passiert mit der eingebauten Technik, wenn Sie kündigen oder umziehen? Und ist der genannte Monatsbetrag der volle Betrag oder kommt die Überwachung noch dazu?
Welche Anbieter welches Modell fahren, unterscheidet sich stark. Eine neutrale Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag dazu, welcher Anbieter was anbietet.
Die Anschaffung ist die auffällige Zahl, die monatliche ist die, die sich summiert. Üblich sind 25 bis 75 Euro im Monat, Stand: September 2026, wenn Überwachung und Wartung enthalten sein sollen. Diese Spanne ist breit, weil sehr Unterschiedliches darin stecken kann:
- die ständige Erreichbarkeit einer besetzten Stelle, die Meldungen entgegennimmt und die hinterlegten Personen anruft
- die regelmäßige Prüfung der Anlage, meist einmal im Jahr, mit Protokoll
- der Ersatz von Verschleißteilen, allen voran Batterien in Funkbauteilen
- die Fahrt eines Wachdienstes, wenn niemand erreichbar ist
Der letzte Punkt ist der teuerste und der am häufigsten missverstandene. Manche Anbieter rechnen jede Fahrt einzeln ab, andere haben eine bestimmte Zahl im Monatsbetrag. Fragen Sie danach ausdrücklich. Es ist der Posten, an dem sich zwei scheinbar gleich teure Angebote nach einem Jahr deutlich unterscheiden.
Dazu kommen Kleinigkeiten, die selten im Angebot stehen: Strom verbraucht eine Anlage kaum nennenswert, Batterien halten je nach Bauteil einige Jahre, und wenn Sie später umbauen und ein Fenster hinzukommt, kostet die Erweiterung eine Position.
Sparen lässt sich fast immer an drei Stellen, ohne dass die Anlage schlechter wird.
An Ausstattung, die Sie nicht brauchen. Kameras im Innenbereich, Sensoren in Räumen ohne Fenster, ein zweites Bedienteil im Obergeschoss: Das sind angenehme Zusätze, keine notwendigen. Streichen Sie sie im ersten Schritt und schauen Sie, was übrig bleibt.
Am Umfang, nicht an der Qualität. Eine kleinere, aber sauber geplante Anlage, die die tatsächlich erreichbaren Zugänge sichert, ist besser als eine große aus billigen Bauteilen. Anlagen lassen sich später erweitern, wenn sie von Anfang an dafür ausgelegt sind. Fragen Sie danach.
Am Zeitpunkt. Wenn ohnehin gebaut oder saniert wird, sind Leitungen fast nebenbei verlegt. Wer das Fenster tauscht, sollte die Frage der Sicherung gleich mitstellen.
Nicht sparen sollten Sie an den Zugängen, die tatsächlich benutzt werden. Die Terrassentür ungesichert zu lassen, weil sie drei Sensoren gekostet hätte, macht die restliche Anlage nicht billiger, sondern wirkungsloser. Ebenfalls schlecht investiert ist Sparsamkeit beim Einbau, sobald die Versicherung im Spiel ist: Ohne die Abnahme durch einen Fachbetrieb fehlt Ihnen später der Nachweis. Warum Versicherer eine geprüfte Anlage verlangen und was das für die Auswahl bedeutet, ist deshalb vor der Anschaffung zu klären, nicht danach.
Und noch etwas, das nichts kostet: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob es für Ihr Vorhaben Zuschüsse gibt. Prüfen Sie vorher, ob es einen Zuschuss gibt, denn eine bewilligte Förderung muss in aller Regel vor dem Auftrag beantragt sein. Wer zuerst unterschreibt und dann fragt, geht leer aus.
Der häufigste Fehler beim Vergleich ist nicht, zu wenige Angebote zu holen. Es ist, drei Angebote nebeneinanderzulegen, die unterschiedliche Anlagen beschreiben, und dann das billigste zu nehmen.
Damit das nicht passiert, geben Sie allen Anbietern dieselben Angaben: Gebäudeart, Zahl der Etagen, Zahl der Fenster und Türen im Erdgeschoss, vorhandene Terrassen- oder Balkontüren, Haustiere im Haushalt und ob der Alarm bei einer besetzten Stelle auflaufen soll. Ohne den Hinweis auf Haustiere planen Anbieter keine Sensoren ein, die kleine Tiere ausblenden, und der Unterschied fällt im Preis auf.
Beim Lesen der Angebote achten Sie auf diese Punkte:
Wenn ein Angebot nur eine Summe nennt und keine Positionen, fragen Sie nach der Aufschlüsselung. Ein seriöser Anbieter liefert sie. Das ist kein Misstrauen, das ist die Grundlage dafür, überhaupt vergleichen zu können.
Genau an dieser Stelle setzt unsere Arbeit an: Wir sammeln Ihre Angaben einmal und geben sie an geprüfte Partner weiter, damit Sie drei Angebote auf derselben Grundlage bekommen. Über 1.000 vermittelte Anfragen sind auf diesem Weg zustande gekommen. Wir verkaufen und installieren selbst nichts, und wir geben keine Preisgarantie ab. Was am Ende im Angebot steht, entscheidet der Anbieter, nicht wir.
Eine Zahl sagt Ihnen, was die Technik kostet. Sie sagt Ihnen nicht, ob sie im Ernstfall etwas ausrichtet. Dafür kommt es weniger auf den Betrag als darauf an, welche Signale ein Haus nach außen sendet und wie schnell eine Meldung jemanden erreicht. Was Einbrecher tatsächlich abschreckt, steht in einem eigenen Beitrag und ist die nützlichere Lektüre, bevor Sie sich für einen Umfang entscheiden.
Für die Kostenseite gilt am Ende ein einfacher Satz: Planen Sie die Anlage nach den Zugängen Ihres Hauses, nicht nach einem Budget, und holen Sie sich drei Angebote auf genau diese Planung. Dann ist die Spanne oben keine Unsicherheit mehr, sondern nur noch die Bandbreite, in der Ihr eigener Fall liegt.