Kurz gefasst: Eine Ajax Alarmanlage ist ein Funksystem: Eine Zentrale, der sogenannte Hub, verbindet sich per Funk mit Meldern, also Sensoren an Türen und Fenstern, mit Bewegungsmeldern und Sirenen und gibt einen Alarm an Ihr Telefon oder an eine ständig besetzte Leitstelle weiter. Ajax baut die Technik, geplant und eingebaut wird sie in Deutschland in aller Regel von einem Fachbetrieb, der auch den Preis festlegt. Als Rahmen für den gesamten Markt gelten 2.500 bis 6.000 Euro für ein Einfamilienhaus mit voller Sicherung und 800 bis 1.500 Euro für eine Funkanlage in einer Wohnung, Stand September 2026.
Ajax ist ein Hersteller von Funk-Sicherheitstechnik. In Deutschland liefern Distributoren wie Secplan das Sortiment an Facherrichter und Installateure, also an Fachbetriebe, die bei Ihnen planen, montieren und die Anlage danach betreuen. Einzelne Geräte und Sets finden sich auch im Onlinehandel. Wer so kauft und selbst einbaut, hat am Ende aber keine Anlage, die ein Fachbetrieb errichtet und dokumentiert hat. Ob Ihre Versicherung eine solche Anlage verlangt, klären Sie vor dem Kauf mit dem Versicherer. Wann ein Selbsteinbau Folgen hat, steht im Artikel dazu, wie der Einbau durch einen Fachbetrieb abläuft.
immosicher24 verkauft und installiert selbst nichts. Wir geben Ihre Anfrage an drei Fachbetriebe aus Ihrer Region weiter. Ob ein Betrieb eine Ajax Alarmanlage oder eine andere Marke verbaut, steht in seinem Angebot.
Herzstück ist der Hub. Er nimmt die Signale der Melder an, entscheidet, ob ein Alarm vorliegt, und gibt ihn weiter. Die größere Zentrale Hub 2 Plus verwaltet laut Hersteller bis zu 200 Funkgeräte und hält auf mehreren Wegen Verbindung: über das Netzwerkkabel, über WLAN und über zwei SIM-Karten im Mobilfunknetz. Fällt der Strom aus, überbrückt ein eingebauter Akku nach Herstellerangabe bis zu 15 Stunden, wenn die Anlage nur noch über Mobilfunk sendet.
Die Melder funken über ein eigenes, verschlüsseltes Verfahren, das Ajax Jeweller nennt. Im freien Gelände gibt der Hersteller bis zu 2.000 Meter Reichweite an. Im Haus ist es deutlich weniger, weil Wände, Decken und Stahlbeton das Signal dämpfen. Dafür gibt es Funkverstärker, und ein guter Betrieb misst die Verbindung vor Ort, bevor er einen Melder festschraubt.
Laut Hersteller bringt das System drei Eigenschaften mit, die im Alltag zählen:
- Die Anlage meldet, wenn jemand den Funk zu stören versucht oder ein Melder die Verbindung verliert.
- Wird ein Melder abgerissen oder geöffnet, löst er einen Sabotagealarm aus.
- Bewegungsmelder mit eingebauter Kamera schicken bei einem Alarm eine kurze Fotoserie. So sehen Sie oder die Leitstelle, ob wirklich jemand im Haus ist oder die Katze den Alarm ausgelöst hat.
Die Batterien der Melder halten nach Angaben des Distributors Secplan je nach Gerät und Nutzung bis zu sieben Jahre. Wer sie wechselt und wie oft geprüft wird, gehört trotzdem in den Wartungsvertrag.
Einbruchmeldeanlagen werden nach der europäischen Norm für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (EN 50131) in Sicherheitsgrade eingeteilt. Ajax gibt für seine Zentralen Grad 2 an. Für die Geräteserie Superior nennt der Distributor Secplan Grad 3. Welcher Grad zu Ihrem Haus passt, klären Sie mit dem Fachbetrieb und, falls Ihre Versicherung Vorgaben macht, mit dem Versicherer.
Davon zu trennen ist die Anerkennung durch VdS Schadenverhütung. Sie gilt nicht für eine ganze Marke, sondern für einzelne Geräte und, getrennt davon, für den Betrieb, der die Anlage errichtet. Ein VdS-Attest für die fertige Anlage darf laut einem gemeinsamen Merkblatt von Polizei, VdS und weiteren Organisationen (Stand Juni 2026) nur ein von VdS anerkannter Errichter ausstellen. Verlangt Ihre Versicherung eine VdS-anerkannte Anlage, lassen Sie sich vor dem Auftrag schriftlich geben, welche Geräte mit welcher Anerkennungsnummer verbaut werden und ob das Attest im Angebot enthalten ist. Was dahintersteckt, steht im Artikel dazu, wofür die VdS-Anerkennung steht.
Ajax nennt keine Endkundenpreise für eine fertige Anlage. Der Betrieb kalkuliert nach Ihrem Objekt, und der Preis hängt vor allem an drei Dingen: wie viele Türen und Fenster gesichert werden, wie viele Etagen die Funkverbindung überbrücken muss und ob die Anlage an eine Leitstelle angeschlossen wird.
Die Spannen gelten für den Markt insgesamt, nicht nur für Ajax, Stand September 2026. Ob für App, Videofunktionen oder die Anbindung an eine Leitstelle ein laufender Beitrag dazukommt, steht im Angebot des Betriebs. Fragen Sie ausdrücklich danach, denn genau dieser Teil bestimmt die Kosten über mehrere Jahre. Den ganzen Überblick finden Sie im Artikel dazu, was eine Alarmanlage fürs Haus kostet.
Ohne Anbindung landet ein Alarm auf Ihrem Telefon, und Sie entscheiden selbst, was passiert. Mit Anbindung nimmt eine ständig besetzte Leitstelle den Alarm an, prüft ihn und schickt bei Bedarf einen Wachdienst oder ruft die Polizei. Ajax-Zentralen übertragen dafür nach Herstellerangabe über gängige Übertragungsverfahren, die Leitstellen auswerten können, etwa SIA DC-09 und Contact ID. Nach Angaben des Distributors Secplan sind viele Notruf- und Serviceleitstellen in Deutschland und Österreich bereits für Ajax zertifiziert. Welche Leitstelle angebunden wird, steht im Angebot des Errichters. Was die Anbindung kostet und wann sie sich lohnt, steht auf der Seite zur Alarmanlage mit Aufschaltung.
Ajax, Telenot und Daitem sind Hersteller, deren Technik ein Fachbetrieb plant und einbaut. Telenot setzt auf ein Netz autorisierter Stützpunkte, Daitem bietet seine Funkanlagen nach eigener Aussage ausschließlich über Facherrichter an. Wie sich die bekannten Anbieter nach denselben sechs Punkten unterscheiden, steht im Anbieter-Vergleich. Einen Testsieger nennen wir dort bewusst nicht. Warum, steht im Artikel dazu, was ein Testsiegel wirklich aussagt.
Mit diesen Fragen werden zwei Angebote für eine Ajax Alarmanlage vergleichbar:
- Welche Türen, Fenster und Kellerzugänge sichern Sie, und wie viele Melder sind das?
- Welche Zentrale bauen Sie ein, und wie prüfen Sie die Funkverbindung in jeder Etage?
- Gibt es Melder mit Fotoverifizierung, und wer sieht die Bilder?
- Wird die Anlage an eine Leitstelle angeschlossen, an welche, und was kostet das im Monat?
- Welche Geräte haben eine VdS-Anerkennung, falls meine Versicherung danach fragt?
- Was kostet die Wartung, und wie lange binde ich mich daran?
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