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Technik · 6 Min Lesezeit

Telenot Alarmanlage: was hinter der Marke aus Aalen steckt und für wen sie passt

Johannes Schulz, Geschäftsführer der marketbirds GmbH

Veröffentlicht

KI-generiertes Symbolbild: Eine Hand tippt im hellen Hausflur auf das Touch-Display eines weißen Alarmanlagen-Bedienteils neben der Haustür, im Hintergrund Garderobe und Holztreppe im Abendlicht.

Kurz gefasst: Eine Telenot Alarmanlage stammt von einem Hersteller aus Aalen und wird nach dessen Angaben über autorisierte Stützpunkte verkauft, also über zertifizierte Fachbetriebe, die planen, montieren und warten. Für das Einfamilienhaus kommen vor allem zwei Zentralen in Frage: die kleinere compact easy und die complex 200H, die VdS als Gerät der Klasse A anerkannt hat. Eine Rolle spielt diese Anerkennung, wenn Ihre Versicherung eine geprüfte Anlage mit Nachweis verlangt.

Wer hinter Telenot steht

Telenot wurde nach eigenen Angaben 1968 in Aalen gegründet und ist bis heute ein Familienunternehmen. Verkauft wird über sogenannte autorisierte Stützpunkte, laut Hersteller ein Netzwerk zertifizierter Fachbetriebe. Sie übernehmen nach Herstellerangaben Planung, Montage, Inbetriebnahme, Wartung und einen Service rund um die Uhr. Einen Betrieb in Ihrer Nähe finden Sie über die Fachbetriebssuche auf der Telenot-Website, auf Wunsch gefiltert nach VdS-Anerkennung.

immosicher24 verkauft und installiert selbst nichts und ist kein Telenot-Stützpunkt. Ob einer der Betriebe, die sich über uns bei Ihnen melden, eine Telenot Alarmanlage verbaut, steht in seinem Angebot.

Welche Telenot Alarmanlage zu welchem Haus passt

Die Zentrale ist das Gehirn der Anlage. Sie nimmt die Signale von Türen, Fenstern und Bewegungssensoren an und entscheidet, ob Alarm ausgelöst wird. Telenot führt nach eigenen Angaben aktuell drei Zentralen:

ZentraleEinsatz laut TelenotWeitere Angaben von Telenot
compact easyPrivathaushalte und kleines GewerbeGerätepaket mit Touch-Bedienteil, zwei getrennt schaltbare Bereiche
complex 200HHaus und Gewerbeüber 1.500 anschließbare Komponenten, Sicherheitsgrad 2 nach der europäischen Norm für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (EN 50131), VdS-Klasse A
hiplex 8400HGewerbe, Industrie, öffentliche HandSicherheitsgrad 3 nach derselben Norm

Für ein Einfamilienhaus kommen nach dieser Einteilung compact easy und complex 200H in Frage. In der Praxis geben drei Dinge den Ausschlag: die Größe des Hauses, die Zahl der Bereiche, die Sie getrennt scharf schalten wollen, etwa Erdgeschoss und Einliegerwohnung, und die Frage, ob Ihre Versicherung eine VdS-anerkannte Zentrale verlangt.

Kabel, Bus oder Funk: Neubau ist nicht gleich Bestand

Telenot-Komponenten werden nach Herstellerangaben auf drei Wegen angeschlossen: per Funk, über klassische Kabel oder über ein eigenes Bussystem, bei dem viele Geräte an einer gemeinsamen Leitung hängen. Im Neubau oder bei einer Kernsanierung lassen sich Leitungen ohne großen Aufwand verlegen, bevor die Wände geschlossen sind. Im bewohnten Haus ist Funk meist der kürzere Weg, weil keine Schlitze geklopft werden müssen. Viele Anlagen mischen beides. Lassen Sie sich vom Stützpunkt erklären, welche Teile verkabelt und welche per Funk angebunden werden, und warum.

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Wenn die Versicherung eine geprüfte Anlage verlangt

Die Zentrale complex 200H ist bei VdS Schadenverhütung als Klasse A anerkannt, Anerkennungsnummer G108701, Stand November 2026. Ein anerkanntes Gerät allein ergibt aber noch keine VdS-zertifizierte Anlage. So steht es in einem gemeinsamen Merkblatt von Polizei, VdS, dem Deutschen Forum für Kriminalprävention und mehreren Branchenverbänden (Stand Juni 2026). Ein VdS-Attest für die fertige Anlage darf danach nur ein von VdS anerkannter Errichter ausstellen, also ein Fachbetrieb mit eigener VdS-Anerkennung. Zu einer vollständigen VdS-Lösung gehört außerdem die Alarmübermittlung an eine VdS-anerkannte Leitstelle, also eine rund um die Uhr besetzte Stelle, die Alarme annimmt. Solche dokumentierten Nachweise vereinfachen laut dem Merkblatt Versicherungsfragen.

Lassen Sie sich deshalb vor dem Auftrag schriftlich bestätigen, ob das Attest im Angebot enthalten ist, welche Anerkennungsnummer der Betrieb als Errichter hat und an welche Leitstelle die Anlage meldet. Die Checkliste im Merkblatt fragt außerdem, ob Sie die Anlage vorab mit dem Versicherer abgestimmt und die Versicherungsbedingungen geprüft haben. Wann Versicherer eine solche Anlage verlangen, erklärt unser Ratgeber zur VdS-Alarmanlage.

App, Fernzugriff und der Weg nach draußen

Bedient wird die Anlage über ein Bedienteil im Haus und auf Wunsch über die App BuildSec 4.0, die laut Telenot mit allen drei Zentralen zusammenarbeitet. Nach Herstellerangaben muss die App freigeschaltet werden, und die Verbindung läuft verschlüsselt über eine Plattform von Telenot. Ob dafür laufende Kosten anfallen, fragen Sie am besten direkt beim Stützpunkt nach.

Für die Meldung nach außen bietet Telenot eigene Übertragungsgeräte an, die nach Herstellerangaben über Internet und Mobilfunk senden. Ein Punkt betrifft auch ältere Anlagen: Telenot weist darauf hin, dass das 2G-Mobilfunknetz bis Sommer 2028 abgeschaltet wird. Meldet eine bestehende Anlage nur über 2G, sollte das bei der nächsten Wartung geprüft werden. Wie eine Leitstelle im Ernstfall reagiert und was sie kostet, steht auf der Seite zur Alarmanlage mit Aufschaltung, also mit Anbindung an eine solche Leitstelle.

Was eine Telenot Alarmanlage kostet

Endkundenpreise für Telenot haben wir weder beim Hersteller noch in anderen seriösen, datierten Quellen gefunden, deshalb nennen wir hier keine. Der Stützpunkt kalkuliert nach Ihrem Haus: Zahl der gesicherten Türen und Fenster, Art der Anbindung, VdS-Anforderungen, Wartung und Leitstelle. Wie sich die Kosten einer Alarmanlage fürs Haus allgemein zusammensetzen, zeigt unser Kostenüberblick. Rechnen Sie bei einer VdS-Anlage Wartung und Leitstelle über mehrere Jahre mit ein, nicht nur den Einbau.

Fünf Fragen an den Stützpunkt

  • Welche Zentrale schlagen Sie vor, und warum nicht die andere?
  • Welche Komponenten werden verkabelt, welche per Funk angebunden?
  • Ist das VdS-Attest im Preis enthalten, und wie lautet Ihre Anerkennung als Errichter?
  • An welche Leitstelle meldet die Anlage, und über welche Wege?
  • Was kosten Wartung und App im Jahr?

Wenn Sie eine Telenot Alarmanlage mit anderen Herstellern vergleichen wollen: Im Anbieter-Vergleich stehen Ajax, Telenot, Daitem und weitere nach denselben Kriterien nebeneinander. Über den Sicherheits-Check am Ende dieser Seite bekommen Sie drei Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region auf derselben Grundlage.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu diesem Thema

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns zu diesem Thema am häufigsten erreichen.

Kann man eine Telenot Alarmanlage selbst einbauen?
Telenot vertreibt seine Anlagen nach eigenen Angaben über autorisierte Stützpunkte, also zertifizierte Fachbetriebe, die planen, montieren und warten. Einen Selbsteinbau sieht der Hersteller nicht vor. Ein VdS-Attest für die fertige Anlage darf ohnehin nur ein von VdS anerkannter Errichter ausstellen.
Ist Telenot VdS-anerkannt?
Die Zentrale complex 200H ist bei VdS als Klasse A anerkannt, Stand November 2026. Die Anerkennung gilt aber für das Gerät, nicht für Ihre fertige Anlage. Das VdS-Attest für die fertige Anlage stellt erst ein von VdS anerkannter Errichter aus.
Was kostet eine Telenot Alarmanlage?
Feste Endkundenpreise für Telenot haben wir nicht gefunden. Der Stützpunkt kalkuliert nach Ihrem Objekt, und der Preis hängt an der Zahl der gesicherten Öffnungen, an der Verkabelung, am VdS-Nachweis sowie an Wartung und Leitstelle. Verbindlich ist nur ein Angebot für Ihr Haus.
Was ist der Unterschied zwischen compact easy und complex 200H?
Laut Telenot ist die compact easy ein Gerätepaket mit Touch-Bedienteil und zwei Bereichen für Privathaushalte und kleines Gewerbe. Die complex 200H nimmt nach Herstellerangaben über 1.500 Komponenten auf und ist bei VdS als Klasse A anerkannt. Welche passt, hängt an der Größe, der Zahl der Bereiche und den Vorgaben Ihrer Versicherung.
Funktioniert meine Telenot-Anlage nach der 2G-Abschaltung noch?
Telenot weist darauf hin, dass das 2G-Netz bis Sommer 2028 abgeschaltet wird. Meldet Ihre Anlage nur über 2G, sollte der Stützpunkt bei der nächsten Wartung prüfen, ob ein neueres Übertragungsgerät nötig ist.

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